CDU MARBACH Markus Breitenbücher

5. CDU Streifzug - Sport und Gesundheit im Alter

Aktualisiert: 16. Juni 2019


Thema: Sport und Gesundheit im Alter – gibt es einen Zusammenhang?

Marbach, 21.05.2019 – „Bei 120 Jahren scheint die absolute Lebensgrenze erreicht zu sein – die älteste Frau der Welt ist 116 Jahre alt.“ Dr. Michael Weiß – Professor i.R. und Experte auf dem Gebiet der Sportmedizin erklärte im CDU Streifzug die Zusammenhänge zwischen Sport und Gesundheit im Alter. 2019 liegt die Zahl der über 80jährigen in Deutschland bei 3%, im Jahr 2050 wird die Zahl auf 11,3% der Bevölkerung steigen. Für die kommunalen Planungen bedeute dies, dass Mobilitätshindernisse beseitigt, animierende Bewegungsflächen in den Kommunen geschaffen und Generationentreffpunkte geplant werden müssen, betonte Weiß mit Blick auf die anwesenden Gemeinderäte. Der Saal im Turnerheim war gut gefüllt. Auch die Vereine seien gefragt, altersgerechte Angebote in ihr Programm aufzunehmen. Seniorensport sei wichtig, um den geistigen und körperlichen Abbau aufzuschieben. „Ohne Kraft geht nichts!“ und „Das Gehirn spielt immer mit!“ fasste Weiß zusammen. Inaktivität führe zu Muskelschwund und die Gehirnareale, die nicht gefordert werden, würden sich abbauen. Reserven wären dann im Falle einer Krankheit nicht vorhanden und Ausfälle, wie bei einem Schlaganfall, könnten schlechter kompensieren werden. Negativer Stress begünstige den Abbau von Nervenzellen und damit eine Altersdemenz. Einen Schwerpunkt legte Weiß auf die unterschiedlichen Definitionen von Gesundheit und Krankheit, um anschließend darauf hinzuweisen, dass dies nicht allgemeingültig definiert werden kann. Viele Menschen können trotz Krankheit oder Einschränkungen ein Leben in Aktivität und Mobilität mit Genuss führen und eine hohe Lebensqualität empfinden. Wichtig sei die Vermeidung von Rückzug und Vereinsamung, Teilhabe am sozialen Geschehen, der Erhalt der Selbstständigkeit und der Selbstsicherheit. Zu allen Punkten könne der Sport in einer Gruppe positives beitragen. Aus arbeitsmedizinischer Sicht stelle sich die Frage: Wie lange können wir gesund arbeiten? Während die Reaktionsfähigkeit und die Flexibilität im Alter abnehmen, bleiben oder wachsen die Eigenschaften Besonnenheit, Erfahrung, Wissen, Loyalität und Kreativität. Das ökonomische System nehme großen Schaden, wenn ältere Mitarbeiter zu früh krankheitsbedingt aus dem Berufsleben ausscheiden. Vermeidung von negativem Stress, regelmäßiges Training der konditionellen und koordinativen Fähigkeiten, eine gute soziale Einbindung schaffen Leistungsreserven im Alter - Leistungsreserven, die zur Lebensqualität beitragen und zur „Gesundheit“. Dr. Michael Weiß appellierte am Ende seines Vortrages nochmals an die Vertreter der Kommunalpolitik, das Thema „Seniorenfreundliche Stadt“ auf ihre Agenda zu nehmen.


Heike Breitenbücher Für die CDU Gemeinderatsfraktion Marbach

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