CDU Streifzug - Landwirtschaft in Marbach - der Familienbetrieb Petschl


Florian Petschl zeigt die Fahrzeuge des Maschinenrings

Marbach, 15.05.2019

„Landwirtschaft ist Leidenschaft!“ Mit dieser Einleitung begrüßte Florian Petschl die rund dreißig interessierten Bürger auf dem Familienbetrieb im Reutpfädle. „Für mich stellte sich niemals die Frage ob, sondern nur wann ich den elterlichen Hof übernehmen werde. Ich bin auf dem Hof aufgewachsen, groß geworden und kann mir ein Leben ohne ihn nicht vorstellen.“

Die Hauptschwerpunkte des Betriebes sind die Schweinehaltung und der Ackerbau. Der Betrieb gliedert sich in drei Standorte, der Stammbetrieb mit 150 Zuchtsauen befindet sich im Reutpfädle in Marbach. Der Betrieb arbeitet im geschlossenen System – alle Ferkel, die auf dem Hof geboren werden, bleiben im Betrieb bis zur Vermarktung. Im Ackerbau wird das Futter für die Tier angebaut. Der Betrieb wirtschaftet seit Anfang der 90er Jahre in der konservierenden Bodenbearbeitung. Das verringere die Erosion und steigere das Bodenleben, so Petschl auf Nachfrage. Auf allen Flächen baut Petschl über den Winter Zwischenfrüchte zur Gründüngung und Nährstoffkonservierung an. Seit einigen Jahren legt die Familie an den Ackerrändern jährlich Blühstreifen an.

Petschl erwähnt in seiner Führung immer wieder, wie wichtig der Konsens mit Nachbarn und Bürgern sei. Die Geruchsbelästigung versuche er so gering wie möglich zu halten und die Blühstreifen sind Nahrungsquelle für Bienen und andere Insekten.


Florian Petschl zeigt seinen landwirtschaftlichen Familienbetrieb

Petschl ist seit April diesen Jahres stellvertretender Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Heilbronn-Ludwigsburg, seit 2014 Technischer Vorstand der Zuckerrüben Rode GbR Mittlerer Neckar und außerdem Beirat im Maschinenring. Auf dem Hof befindet sich eine Maschinenstation des Maschinenrings Rems-Murr-Neckar-Enz und die großen Maschinen beeindrucken. Petschl erklärt, dass es sich kaum mehr für einen Hof lohnt diese teuren Maschinen zu kaufen. Hier können sie geliehen werden. Die Spritzmaschine ist mit GPS und viel Elektronik ausgestattet, so dass zentimetergenau das Spritzmittel ausgebracht wird. Das GPS steuert, dass Gebiete an Hecken und Bächen nicht gespritzt werden, außerdem wird alles genau dokumentiert, so dass jederzeit ein Prüfer Inhalt, Dosierung und behandelte Fläche abrufen kann.

Die Leidenschaft für die Landwirtschaft lässt Petschl dennoch die Herausforderungen nicht übersehen: Die Erwirtschaftung eines gesicherten Einkommens für zwei Familien, die Bewältigung der steigenden Bürokratie sowie die sinkende Akzeptanz in der Öffentlichkeit. Herausforderungen, die Petschl bewältigen wird – denn zurück zum Anfang: Landwirtschaft ist Leidenschaft!



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Markus Breitenbücher

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