CDU MARBACH Markus Breitenbücher

4. CDU Streifzug - bezahlbarer Wohnraum - Option oder Wunschdenken?

Aktualisiert: 16. Juni 2019

Viertes Thema der Veranstaltungsreihe „CDU Streifzug durch die Marbacher Kommunalpolitik“


Thema: Innenentwicklung – Option oder Wunschdenken bei der Schaffung von neuem bezahlbarem Wohnraum?


4. Streifzug mit Rainer Krause - Geschäftsführer Marbacher Immobiliendienst GmbH

Marbach, 23.04.2019 – „Autos kaufen nicht ein, sondern Menschen. Wer in der Innenstadt wohnt, geht zu Fuß zu Rewe und in die Fußgängerzone.“ Rainer Krause, Geschäftsführer der Marbacher Immobiliendienst GmbH und ehemaliger Vorsitzender des Stadtmarketingvereins sah das Themen Wohnen beim 4. CDU Streifzug nicht nur unter dem Aspekt der vier Wände. Doch wo gibt es Wohnraum in Marbach und ist dieser bezahlbar? Krause definierte den Begriff „bezahlbarer Wohnraum“, als Wohnraum, den sich Menschen mit einer guten Ausbildung und einem mittleren Einkommen leisten können. „Wenn ich jetzt – heute Abend - eine Wohnung mit 80 Quadratmetern für 800 Euro online stelle, so habe ich drei Stunden später 120 Anfragen vorliegen“.

Krause lud die 25 Teilnehmer des CDU Streifzuges ein, „jetzt und hier“ eine Wohnraum-Allianz in Marbach zu gründen. Es gäbe in Marbach leerstehenden Wohnraum, Dachstühle seien nicht ausgebaut, Anbaumöglichkeiten blieben ungenutzt – darum müsse man sich kümmern und zwar vor Ort. Dies solle eine gemeinsame Aktion aus der Mitte der Menschen heraus werden. Kommunalpolitiker dürften das Thema Wohnraum nicht der großen Politik überlassen.

Bei den Diskussionen kam der Einwand, dass Vermieter oftmals aufgrund schlechter Erfahrungen mit Mietern oder hohen Anforderungen an die Wohnung nicht mehr vermieten wollen. „Hier braucht man jemand, der sich kümmert, der vermittelt – hier sei auch die Kommune gefragt.“ Krause machte Mut: „Alles ist so lange unmöglich, bis jemand kommt, der das nicht weiß, sondern es einfach macht!“

„Was brauchen wir auf dem Wohnungsmarkt – große Wohnungen für Familien oder kleinere Wohnungen für Singles oder Senioren?“ stellte Heike Breitenbücher als Moderatorin des Streifzuges die Frage. „Gäbe es genügend barrierefreie Wohnungen für Senioren, würden diese oftmals gerne umziehen und eine große Wohnung, ein Reihenhaus oder ein Einzelhaus mit großem Garten für eine Familie frei machen. Der Garten ist womöglich zur Belastung geworden. Flexibles Wohnen! In manchen Fällen ist der Umzug in eine Wohnanlage auch der Weg heraus aus der Isolation.“ – so die Antwort von Krause.

Hohe Baunebenkosten, wie Notarkosten, die Grunderwerbsteuer, energetische Vorschriften sowie viele Fortschriften aus der Landesbauordnung verteuern das Bauen. Die Zinspolitik von heute macht Bauen als Geldanlage lukrativ und heizt den Markt an. Die Schaffung bezahlbaren Wohnraums, der soziale Wohnungsbau, die Gestaltung von neuen Baugebieten werden zentrale Aufgaben für die Kommunalpolitik bleiben – vielleicht mit der Vision von Rainer Krause – als Marbacher Wohnraum-Allianz!



Heike Breitenbücher CDU Gemeinderatsfraktion Marbach

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