CDU MARBACH Markus Breitenbücher

2. CDU Streifzug - EnBW - Bau eines Netzstabilisierungskraftwerks in Marbach

Aktualisiert: 16. Juni 2019

Thema: Bau eines Netzstabilisierungskraftwerks in Marbach

Marbach, 28.02.2019


Michael Goy und Roland Helmenstein berichten über den Bau eines Netzstabilisierungskraftwerks in Marbach

„Warum benötigen wir eine Netzstabilisierungsanlage – ist unsere Energieversorgung nicht sicher?“ Fragen wie diese wurden beim zweiten kommunalen Streifzug der CDU Gemeinderatsfraktion Marbach am vergangenen Dienstag beantwortet. Mit rund 30 interessierten Bürgern war der Streifzug im Saal des Turnerheims Marbach gut besucht und die Fachleute der EnBW Michael Goy, Roland Helmenstein und Lars Grunder referierten zum Thema und beantworteten Fragen über fast drei Stunden.


Michael Goy vom EnBW Regionalzentrum Mittlerer Neckar berichtete über den Stand der Energiewende. Während im Norden die Windkraftanlagen bereits gut ausgebaut sind, verzögert sich der Bau der Nord-Süd-Trasse. Die Streckenführung der Leitungen sei schwierig, mehrere Tausend Grundstücksverhandlungen stünden noch an und man rechne mit mindestens zehn Jahren, bis die Trasse in Betrieb genommen werden könne. Goy sprach von dem Spannungsfeld Ausstieg aus der Kernkraft im Jahr 2022, Ausbau der Nord-Süd-Trasse und der unbedingten Sicherheit der Energieversorgung.

Roland Helmenstein von der EnBW Kraftwerksgesellschaft stellte die geplante Netzstabilisierungsanlage vor. „Wie oft wird die Anlage laufen?“ und „Was passiert mit der Anlage nach den geplanten zehn Jahre? Reißt man dann alles wieder ab?“ Fragen aus dem Publikum, auf die Helmenstein im Anschluss einging. Wichtig war ihm zu betonen, dass die Anlage nur wenige Stunden laufen würde – und auch nur dann, wenn das Netz in Gefahr kommt, z.B. durch Ausfall von Leitungen oder auch Kraftwerken. Strom der Anlage würde nicht auf dem Strommarkt verkauft werden, es diene nur zur Absicherung des Netzes. Daraus erklärt sich auch der Einsatz des Brennstoffs des leichten Heizöls. Hier musste Helmenstein auf Fragen der Zuhörer eingehen, da diesen die Verwendung von Erdgas schlüssiger schien. In vorhandenen Tanks kann das Heizöl gelagert werden und steht auf jeden Fall zur Verfügung, ungeachtet möglicher Lieferengpässe.


„Warum kommt Deutschland durch die Energiewende in eine mögliche Engpasssituation?“. „Warum schalten wir Kernkraftwerke ab und unsere europäischen Nachbarn nicht?“ „Warum dürfen weltweit noch zukünftig Kohlekraftwerke gebaut werden? Gibt es kein Weltklima?“ Viele Fragen waren nach den Vorträgen offen. „Deutschland sei Vorreiter und das sei auch ganz gut.“ vermittelte Lars Grunder eine positive Sicht. „Durch die Vorreiter-Rolle kommt es zu Forschungen, damit zu neuen Entwicklungen und Technologien in Deutschland. Neue Technologien führen zu Produktentwicklungen und dafür ist Deutschland bekannt. Dies ist Standortsicherung für Hoch-Technologie-Unternehmen und Arbeitsplatzsicherung für qualifizierte Mitarbeiter in unserem Land.“



Heike Breitenbücher Vorsitzende der CDU Gemeinderatsfraktion Marbach

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